Hauseigentümer Wohnungseigentümer Vermieter Kauf- und Bauwillige
navigation_header
Zur Startseite
Kontakt
Suche
pfeil Suchen
Rauchwarnmelder
Die Landesregierung Schleswig Holstein schreibt die Ausstattung aller Wohnungen bis 31.12.2010 zwingend vor. Diese Vorschrift schließt eine jährliche Wartung nach DIN 14676 ein.
pfeil weiter
Kooperation für mehr Sicherheit

Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!" 

 

Einbruchschutzlexikon
von A bis Z
 

 

Datenbank mit qualifizierten Fachpartnern und den Zugang zu den polizeilichen Beratungsstellen

Sparkassenpräsident Heinrich Haasis zur deutschen Bankenlandschaft:
Drucken Bookmarken
Weiterempfehlen
Schriftgröße

Solides System


Eine ganz unerwartete Aktualität gewann der Vortrag von Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Mitte Februar auf dem Parlamentarischen Abend von Haus&Grund Kiel durch die zuvor in der verunsicherten Öffentlichkeit geführte Diskussion um den Verkauf von Darlehn durch deutsche Kreditinstitute. In dieser Situation warb Haasis für das europäische „bankorientierte System“ einer engen Bindung zwischen Kunden und Kreditinstitut. In angelsächsischen Ländern werden Kredite üblicherweise durch Makler vermittelt, die natürlich ein starkes Provisionsinteresse haben. Anonymes Kapital, so Haasis, sei nicht so wertvoll wie die Vergabe von Darlehn für einzelne Objekte. Konkret gab der Sparkassenpräsident der Kreditwirtschaft den Rat, notleidende Kredite nicht nach außen zu verkaufen; bei den Sparkassen würden diese Kredite allenfalls in der eigenen Unternehmensgruppe weitergegeben.

Haasis wiederholte für die gesamte deutsche Sparkassenlandschaft das Versprechen, ordnungsgemäß bediente Kredite würden nicht verkauft. Damit bestätigte Haasis die klaren Worte des Schleswig-Holsteinischen Sparkassenpräsidenten Jörg-Dietrich Kamischke, die wir in unserer Februarausgabe veröffentlichten. Ist damit alles im Lot? Zu Gunsten in Schwierigkeiten geratener Kreditnehmer will nun der Gesetzgeber tätig werden. Heinrich Haasis legt hierbei un­missverständlich (und durchaus auch verständlich) Wert darauf, dass Kredite bedient werden müssen. Das künftige Risikobegrenzungsgesetz sei vertretbar, Vorfälligkeitsentschädigungen jedoch müssten weiterhin gezahlt werden. Man ahnt, die Aufgabe wird für den Gesetzgeber nicht leicht zu lösen sein.

In Deutschland gibt es keine Immobilienkrise wie in den USA, angesichts des völlig anderen Verhaltens bei der Kreditvergabe ist eine solche Krise bei uns auch kaum denkbar. Gerade angesichts der hierzulande üblichen harten Prüfungen bei der Kreditvergabe ist zu fordern, dass der Einzelne nicht zum Spielball der Banken wird. Landtagspräsident Martin Kayenburg forderte deshalb in seinem Grußwort über eine größtmögliche Transparenz schon beim Abschluss von Verträgen hinaus unveräußerbare Kredite. Gleichwohl – und damit ist er sicherlich einig mit den meisten Grundeigentümern im Lande – ist sein Vertrauen in die heimischen Kreditinstitute ungebrochen.

Der 1. Vorsitzende von Haus&Grund Kiel, Götz Bormann, von Hause aus Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse, hob in seiner Begrüßungsansprache das Zu­sammenspiel zwischen öffentlichen und privaten Geldinstituten als eine der tragenden Säulen für ein stabiles Finanzwesen in unserem Lande hervor. Die Möglichkeit der Wahl sei für den Kunden von großer Wichtigkeit. Im Interesse der privaten Grundeigentümer sei zu wünschen, dass alle Bestrebungen, dieses vielfältige Angebot zu beschränken, erfolglos bleiben mögen.

Nach den Referaten auf dem Parlamentarischen Abend bleibt zum einen der beruhigende Eindruck eines stabilen, kundenorientierten Bankensystems in Deutschland, auf der anderen Seite aber die erkennbare Bereitschaft aller Beteiligten, zur Verbesserung der Situation von Kreditnehmern beizutragen. Dabei muss das zum Teil verlorene, für unseren Staat aber unverzichtbare Vertrauen der Bürger in die Finanzwirtschaft wieder gestärkt werden.

Jürgen Kuhrt
Drucken Drucken Bookmarken Bookmarken Weiterempfehlen Weiterempfehlen Schriftgröße Schriftgröße Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB Impressum Impressum Datenschutz Datenschutz