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Jochem Schlotmann über das Grundeigentum in schwierigen Zeiten:
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Solides Fundament


Der Rückblick auf das Jahr 2008 ist gekennzeichnet durch ein Wechselbad der Gefühle, von dem auch die privaten Grundeigentümer betroffen sind und das uns mit Angst und Sorgen erfüllt. Überlagert wird unser Wirtschaftsleben von einer nie dagewesenen in den USA ausgelösten Finanzkrise, die den zu erwartenden Konjunkturabschwung dramatisch verschärfen wird. Die Politik tut ein Übriges. 2009 beschert uns eine neue Erbschaftsteuer, die ungerecht ist, uns zusätzliche Bürokratie aufbürdet und für private Vermieter sowie Unternehmen neue Belastungen und Risiken mit sich bringt. Der beachtliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen unter die Dreimillionengrenze, die seit einem Jahrzehnt niedrigsten Energiepreise und die damit einhergehende sinkende Inflation geraten dabei in den Hintergrund. Mit typisch deutscher Gründlichkeit zeigen uns die Medien tagtäglich neue Probleme auf: Der Klimawandel wird zur Klimakatastrophe, die Armut nimmt zu, die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer. Gesundheit, Pflege und Rente kosten uns immer mehr Geld.

Es verwundert nicht, wenn die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik laufend neue Forderungen nach Steuersenkungen, etwa der Mehrwertsteuer, nach einer weiteren Staatsverschuldung zur Förderung von Investitionen und zum Erhalt von Arbeitsplätzen, nach der Einführung von Zwangsanleihen und Konsumgutscheinen, aufstellen. Blinder Aktionismus und Ideologie sind allerdings nicht die geeigneten Mittel, die negativen Entwicklungen der sich anbahnenden Rezession abzufedern. Keinesfalls sollten wir den Rattenfängern folgen, die vom Ende des Kapitalismus reden und die Lektüre der Schriften von Karl Marx zur Pflicht machen wollen. Offensichtlich sind diejenigen, die die Lehre des Sozialismus predigen, unbelehrbar. Der menschenverachtende Freiheitsentzug und der desaströse Ruin der ehemaligen DDR sind Warnung genug. Die soziale Marktwirtschaft ist nicht tot! Korrekturen zum Beispiel bei der Aufsicht und Kontrolle von Banken sowie die Selbstbeschränkung bei Managergehältern sind allerdings dringend erforderlich.

Wir privaten Grundeigentümer sollten uns den anstehenden Herausforderungen nicht verschließen. Freiwilligkeit statt Zwang ist angesagt. Das gilt auch für die energetische Verbesserung unserer Immobilien. Bereits zu Beginn des Jahres 2009 wird der Verband mit dem Innenministerium des Landes einen KlimaPakt schließen, mit dem Haus&Grund einen Beitrag zu noch mehr Einsparung von Energie und damit Reduzierung von CO2 leisten wird. Von der Politik erwarten wir dafür die Verbesserung der Rahmenbedingungen. Das Mietrecht, die Förderung und Steuererleichterungen stehen auf der Agenda, um die Wirtschaftlichkeit des privaten Grundeigentums nicht zu gefährden. Mit unserem Grundeigentum haben wir eine gute Basis, die Herausforderung der Zu­kunft anzunehmen und sie bei allen Schwierigkeiten zu bestehen. Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass sich im Gegensatz zu Aktien und Wertpapieren, bei denen auf eine schnelle Rendite gesetzt wird, das Grundeigentum bewährt hat.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie, liebe Leser der Norddeutschen Hausbesitzer Zeitung und Mitglieder von Haus&Grund in Schleswig-Holstein, auch 2009 die Arbeit des Verbandes unterstützen werden. Unser Anfang Juni in Lübeck stattfindender Landesverbandstag und die vor der Bundestagswahl Anfang September geplante Podiumsdiskussion bieten uns allen die Möglichkeit, der Politik auf Landes- und Bundesebene neben den zahlreichen darüber hinaus stattfindenden Kontakten öffentlich unsere Forderungen zu präsentieren. Packen wir es gemeinsam an!

Jochem SchlotmannVerfasser:

Jochem Schlotmann

Vorsitzender Haus & Grund Schleswig-Holstein

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