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Haus & Grund Report - Ausgabe 2 / 2010
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Haus & Grund Report_2/2010 

In dieser Ausgabe:

 

Altschuldenhilfe:

- Ziel verfehlt

 

Mietrecht als Rätselecke

- Das MietRÄndG im ersten Entwurf

 

Reform der Grundsteuer

- Nord- oder Südmodell?

Die aktuelle Ausgabe

 

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Auszüge aus der Ausgabe

Klimaretter Wohnungsbestand?

Das Energiekonzept der Bundesregierung im Praxis-Test

 

80 Prozent weniger Primärenergiebedarf bis 2050! Das Energiekonzept der Bundesregierung, Ende September verabschiedet, setzt dem Wohnungsbestand mit diesem Reduktionstarif ein ambitioniertes Ziel. Haus & Grund unternahm den Praxis-Test. Vorläufiges Fazit: Viele Hauseigentümer werden and er kostspieligen Öko-Revolution nicht teilnehmen können.

Reform der Grundsteuer:

Nord- oder Südmodell?

 

Aufgrund einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes erscheint eine zügige Grundsteuerreform unausweichlich. Die obersten Steuerrichter in München hatten in einem Urteil zur Grundsteuer erklärt, dass sie die Besteuerung von Grundstücken und Immobilien auf Grundlage der sogenannten Einheitswerte aus den Jahren 1964 bzw. 1935 (alte Länder/neue Länder) für verfassungswidrig halten.

Auf ein Wort

Hellwacher Riese

 

Wie das Statistische Bundesamt im Oktober mitteilte, sank der Heizenergie verbrauch der privaten Haushalte in den vergangenen fünf Jahren um fast zehn Prozent - trotz wachsender Wohnfläche. Eine bessere Bestätigung des Kurses der Bundesregierung, im Energiekonzept auf Zwangssanierungen im Wohnungsbestand zu verzichten, ist kaum denkbar.

 

 

Heizöl verzeichnet zwischen 2005 und 2009 ein Verbrauchs-Minus von knapp 25 Prozent, Holzpellets legen dagegen um nahezu 16 Prozent zu. Die Heizungsbauer melden, dass sie in den vergangenen zehn Jahren sechs Millionen Heizkessel modernisiert haben. Diese Zahlen unterstreichen das Engagement privater Hauseigentümer. Ganz ohne dirigistischen Druck des Gesetzgebers investieren sie jährlich über 70 Milliarden Euro in die Instandsetzung und Modernisierung ihrer Wohnungen.

 

 

Das ist etwa ein Drittel der Umsätze der deutschen Bauindustrie. Ist das der Sanierungsstau, in dem der Wohnungsbestand vermeintlich herumbummelt? Jenseits der offiziellen Statistik werden offensichtlich viele Häuser ohne Förderung der KfW-Bank energetisch auf Vordermann gebracht. Der Rückgang der Nachfrage nach Heizenergie ist wie der Abschied von fossilen Brennstoffen eine schnelle und angemessene Reaktion der Verbraucher auf das hohe Preisniveau. Der angeblich schlafende Riese Wärmemarkt ist längst hellwach.

 

 

Andreas Stücke

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