Hauseigentümer Wohnungseigentümer Vermieter Kauf- und Bauwillige
navigation_header
Zur Startseite
Kontakt
Suche
pfeil Suchen
Rauchwarnmelder
Die Landesregierung Schleswig Holstein schreibt die Ausstattung aller Wohnungen bis 31.12.2010 zwingend vor. Diese Vorschrift schließt eine jährliche Wartung nach DIN 14676 ein.
pfeil weiter
Kooperation für mehr Sicherheit

Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!" 

 

Einbruchschutzlexikon
von A bis Z
 

 

Datenbank mit qualifizierten Fachpartnern und den Zugang zu den polizeilichen Beratungsstellen

Geld für´s Klima trotz der Krise
Drucken Bookmarken
Weiterempfehlen
Schriftgröße

 

Jetzt haben wir es aus berufenem Munde und schwarz auf weiß: Das Forschungszentrum Jülich hat im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau ermittelt, dass energetische Modernisierungsmaßnahmen nur selten wirtschaftlich sind.

 

Und trotzdem: unsere alten Häuser in Schleswig-Holstein sind deutlich besser als ihr Ruf, wie die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. ermittelt hat. Insofern brauchen wir den jetzt gefundenen Kompromiss zur Europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden nicht zu fürchten. Am 18. Juni 2010 ist die Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden. Sie trat am 8. Juli 2010 in Kraft und die Mitgliedsstaaten müssen die Vorgaben der Richtlinie bis zum 9. Juli 2012 in nationales Recht umsetzen. Anfangs wollte das Europäische Parlament die komplette inhaltliche Ausgestaltung von Regelungen zur Energieeffizienz von Gebäuden, wie zum Beispiel der Energieeinsparverordnung in Deutschland, an sich ziehen und unrealistische Forderungen wie Null-Energiehäuser als Neubaustandard für das Jahr 2018 durchsetzen.

 

Auf Grund der Einflussnahme von Haus & Grund im Rahmen der Interessenvertretung der Europäischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer (Union International de la Propriété Immobilière - UIPI) konnte in dem Kompromiss erreicht werden, dass die EU weiterhin lediglich einen Rahmen für Energieeinspargesetze setzt, das Wirtschaftlichkeitsgebot fest in der Richtlinie verankert bleibt und der Energieverbrauchsausweis nicht abgeschafft wird. Zwar gehen auch mit der Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie einige Änderungen einher, jedoch sind diese in Deutschland auf Grund der Vorreiterrolle bei der energetischen Sanierung an Gebäuden größtenteils bereits umgesetzt. Ein schöner Erfolg für unsere Organisation, der zeigt, wie wichtig auch die Interessenvertretung auf europäischer Ebene ist. In Schleswig-Holstein kann der vorbildliche Weg eines Klimapaktes zwischen dem Land und der Wohnungswirtschaft auf freiwilliger Basis weitergegangen werden. Dies wird zu einer erheblichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Gebäudebestand führen, mehr als jeder Zwang.

 

Voraussetzung für das weitere Gelingen dieses Projektes wird aber eine zielgerichtete und verlässliche öffentliche Förderung von energetischen Sparmaßnahmen sein. Die vor einigen Wochen ausgesetzte Förderung von Ökoheizungen ist ein Negativbeispiel, durch das Unsicherheit und Verdrossenheit entstand. Inzwischen ist die Förderung, wenn auch etwas abgespeckt, wieder aufgenommen worden. Nötig sind aber auch klare Aussagen der Politik zur energetischen Ausrichtung des Landes. Einerseits wird die Einspeisevergütung für Solarstrom drastisch reduziert, andererseits in Nordafrika eine riesige Stromfabrik mit der Leistung eines Kohlekraftwerkes gebaut. Die bisherige Schwäche der Stromproduktion – Kraftwerke produzieren gleichmäßig Strom, der nachts nicht benötigt wird – kann durch internationale Gleichstrom-Hochspannungsnetze oder sinnvollen Verbrauch (Elektroauto fährt tagsüber und lädt nachts auf) gemildert werden. Leistungsfähige Stromnetze eröffnen den alternativen Energien, allen voran dem Wind, neue Chancen. Das leidige Problem – kein Wind, kein Strom – kann gelöst werden, weil es an irgendeiner Stelle des Stromnetzes immer weht. Dann könnten auch die Vorhaltekosten für Notstrom bei Windstille reduziert werden.

 

Bei all diesen schönen Plänen bleibt es dabei, dass ökologisch betrachtet die beste Energie jene ist, die gar nicht erst verbraucht wird. Deshalb ist nochmals und nachdrücklich von der Politik zu fordern, dass auch und gerade in Zeiten der Krise am Sparen nicht gespart wird. Denn auch unsere Kinder und Enkel wollen auf dieser schönen Erde gesund und glücklich leben.

 

Jürgen Kuhrt

Unsere Broschüre zum Thema

Broschüre - Alte Häuser sind besser als ihr Ruf!

weiter
Drucken Drucken Bookmarken Bookmarken Weiterempfehlen Weiterempfehlen Schriftgröße Schriftgröße Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB Impressum Impressum Datenschutz Datenschutz