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Pressemitteilung vom 15.12.2009
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"Dramatische Mietpreissteigerungen": Haus & Grund fordert Versachlichgung und Gelassenheit ein

Wohnungswirtschaft und –politik heisst für die Akteure auf dem Wohnungsmarkt auch Verantwortung tragen. Wer von dramatischen, flächendeckenden Mietpreissteigerungen und allgemeiner Wohnungsknappheit spreche und erneut zur Jagd gegen Investoren bzw. „Heuschrecken“ blase, verlasse diese Verantwortung, so der Verbandsvorsitzende der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Schleswig-Holstein Jochem Schlotmann.

 

Landesweit stelle sich die Vermietungssituation differenzierter dar. Anstatt Mieter zur Weihnachtszeit in Angst und Sorge zu versetzen, seien Versachlichung und Gelassenheit angesagt, so der Verbandschef. Landesweit stelle sich für die privaten Vermieter dieser Markt bereits mehr als ein Jahrzehnt als Mietermarkt dar. Ursachen hierfür seien Leerstände von 3 bis 6 Prozent. Das Vermietungsgeschäft sei schon längst kein Selbstgänger mehr.

 

Als unseriös bezeichnet es Schlotmann, wenn in ein Internetportal eingestellte Mietangebote zum Anlass genommen werden, dramatische Mietsteigerungen und Wohnungsknappheit in Kiel und Lübeck heraufzubeschwören. Ob diese Mietangebote auch Grundlage des Mietvertragsabschlusses sind, stehe dahin. Erfahrungsgemäß sei dies häufig nicht der Fall. Ein Anstieg der Neuvermietungspreise sei im Übrigen nichts Neues und Überraschendes. Das gelte speziell für die ohnehin besonders nachgefragten sehr guten Lagen in den beiden Städten. Ob berechtigte Einzelfälle wie z.B. Erhöhungen nach jahrzehntelanger Mietdauer oder Modernisierungsmaßnahmen die Ursache sind, sei ebenfalls nicht festgestellt.

 

Auf Unverständnis stößt bei Haus & Grund der Vorwurf der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Wohnungsunternehmen, die eine angebliche Ursache in dem Verkauf von kommunalen Wohnungsbeständen an Investoren sieht. Eine vor einiger Zeit erstellte und von der Stadt Kiel bestätigte gemeinsame Studie des Mieterbundes und Volksheimstättenwerkes, stellt fest, dass durch den Verkauf keine bemerkenswerten Nachteile für die Mieter eingetreten seien. Es wäre wohl besser, jeder kehre vor seiner eigenen Tür, so Schlotmann. Auch der seitens des Mieterbundes angeführte Abriss von Wohnungen führe nicht zu dem behaupteten Notstand. Es handele sich dabei um Einzelfälle. Den straßenweisen Abriss von Wohnungen gebe es nicht.

 

Die Förderpolitik des Landes mit den Schwerpunkten Eigentums- und Bestandsförderung sei richtig aufgestellt. Gründe, mehr Fördermittel für den Mietwohnungsneubau einzusetzen, gebe es zurzeit nicht, so der Verbandsvorsitzende abschließend.

 

Pressekontakt: Jochem Schlotmann

Nr. 21/2009

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