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Wer hat noch nicht ...
... wer will noch mal? Im politischen
Wettbewerb um das anspruchvollste
Energieeffizienzprogramm ist die Europäische Union nun beim Nullenergiehaus angekommen. Ab 2019 soll die von Neubauten erzeugte erneuerbare Energie mindestens den Primärenergiebedarf des Gebäudes decken. Zu vertretbaren Kosten werden solche Häuser auch in zehn Jahren kaum zu errichten sein. Die Antwort des Marktes ist vor hersehbar.
Gespannt darf man auch auf die
Wirtschaftlichkeitsberechnungen sein, die nach Brüsseler Vorstellungen künftig in Energieausweisen Pflicht sein sollen. Energetische Sanierungen von Mehrfamilienhäusern rechnen sich regelmäßig nicht. Das behaupten nicht Lobbyisten, sondern lehren Energieberater etwa auf Seminaren
der KfW. Aber auch hierauf weiß
Brüssel eine Antwort: Der Horizont für die Amortisation der Investition soll zukünftig der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes sein. Investoren, die dieses Modell ermuntert, würden wir gern kennenlernen.
Ob Baden-Württembergs Wärme gesetz, die neue Energieeinsparverordnung des Bundes oder Europas Richtlinie zur Gebäudeenergieeffizienz: Wer nach Gründen für den schleppenden Fortschritt bei der energetischen Gebäudesanierung sucht, findet sie in diesem Durcheinander aufgetürmter staatlicher Gebote. Der gemeinsame Nenner dieser Konzepte ist der verfassungswidrige Zwang zu unwirtschaftlichen Maßnahmen. Der dringend erforderliche Aufbruch zu mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand kommt mit dieser Politik nicht zustande.
Andreas Stücke
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